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Eine Geschichte visueller Formulierungen von Moral und Antisemitismus

Ein gemeinsames Forschungsprojekt des Leo Baeck Instituts London und des Fritz Bauer Instituts Frankfurt

Emotionen als wissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand ist für die Geschichtswissenschaft Neuland, ebenso wie die Auseinandersetzung mit visuellen Quellen. Setzt man sich aber mit der Geschichte des Antisemitismus auseinander, so ist auffallend wie zentral visuelle Quellen für die Formulierung antisemitischer Erzählungen und Moral sind. Visuelle Quellen eignen sich hervorragend, um den postulierten Zusammenhang zwischen Emotion, Moral und Antisemitismus zu erforschen, umso mehr, weil sie selbst als Medium an der Produktion von Emotionen beteiligt sind.
Dieses Projekt untersucht am Beispiel Deutschland wie die Verbindungen zwischen Emotion, Moral, visuelle Sprache und Antisemitismus funktionieren. Die Untersuchung erfolgt in einem Längsschnitt, der vier Teile umfasst: Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Deutschland und Bundesrepublik Deutschland. Dabei wird eine ganze Reihe von visuellen Quellen berücksichtigt wie Postkarten, Kinofilme und - Fernsehkrimis.


Europäisches Netzwerk zur Erforschung des historischen und gegenwärtigen Antisemitismus

Das LBI London war aktiv beteiligt an der Gründung dieser europäischen Gruppe von europäischen Institutionen, die an der Erforschung des Antisemitismus interessiert sind. Zur Zeit besteht das Netzwerk neben dem LBI aus dem Hamburg Institute for Social Research, der Wiener Library London, dem Evangelischen Studienwerk Villigst and dem Center for Sociological Analysis and Intervention in Paris.