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Selma Stern
Der
Hofjude im Zeitalter des Absolutismus
Ein Beitrag zur europäischen Geschichte im 17. und 18. Jahrhundert
Aus
dem Englischen übertragen, kommentiert und herausgegeben von
Marina Sassenberg
Original: Selma Stern "The Court Jew. A Contribution to the
History of the Period of Absolutism in Central Europe", The
Jewish Publication Society of America 1950
Inhalt
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David Sorkin
Zum Geleit
Vorbemerkung
Einleitung
Die Epoche des höfischen Absolutismus. Die neue Staatsauffassung.
Die Idee der Staatsräson. Die Umgestaltung des Staatstypus. Der Wandel
der europäischen Wirtschaft. Der Merkantilismus. Wandlung der Vorstellung
vom Juden. Veränderung der rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen
Lage der Juden. Die "Judenfrage" als politisches Problem. Deutschland
nach dem Dreißigjährigen Krieg. Die deutschen Fürsten
und ihr Verhältnis zu den Juden. Der deutsche Kaufmann. Bündnis
zwischen den Fürsten und den jüdischen Unternehmern. Entstehung
des Hofjudentums. Die Funtkionen des Hoffaktors. Das Hofjudentum - neue
und unentbehrliche Einrichtung des Absolutismus.
I. Der Kriegskommissar
Die Epoche Ludwigs XIV. Die europäischen Kriege. Kaiser
Leopold I. von Österreich. Seine Regierungsaufgaben. Der österreichische
Staat. Der erste Koalitionskrieg. Die Ernennung Samuel Oppenheimers zum
Kriegslieferanten. Seiene Tätigkeit im Reichskrieg gegen Frankreich.
Enttäuschungen. Seine Leistungen im Türkenkrieg und im pfälzischen
Erbfolgekrieg. Schwierigkeiten. Die Haltung des Kaisers, der Feldherrn,
der Beamten. Oppenheimers Untentbehrlichkeit. Sein Kredit. Kardinal Kollonitschs
Versuh, ihn zu stürzen. Sein Beitrag im Spanischen Erbfolgekrieg.
Ursachen seines Erfolgs. Seine Persönlichkeit. Sein Geschäftssystem.
Unterlieferanten
und Agenten. Oppenheimers Tod. Die Katastrophe des österreichischen
Staates. Die Nachfolger Oppenheimers. Die Kriegsfaktoren der deutschen
Fürsten. Israel Aron und Elias Gumperts in Preußen. Die bayrischen
Faktoren Abraham Mändle und Anschel Levi. Joseph Süß Oppenheimer
in Württemberg. Die risikoreiche Situation der Lieferanten. Bedeutung
der jüdischen Kriegskommissare.
II. Der Hoflieferant
Die
deutschen Fürsten am Ende des Dreißigjährigen Krieges.
Der Hof als kultureller und politischer Mittelpunkt des Landes. Die Toleranz
einiger Herrscher. Luxusbedürfnis der Zeit. Die internationalen Beziehungen
der Hofjuden. Der jüdische Privatbankier. Luxuswaren- und Geldhandel
als Grundlage der Hoffaktorentätigkeit. Die kaufmännische Tätigkeit
des Joseph Süß Oppenheimer. Der Hoflieferant Süß.
Die Gumperts in Kleve. Israel Aron und Jost Liebmann als Hoflieferanten.
Esther Liebmann. Moses Benjamin Wulff in Anhalt-Dessau.
III. Der Kammeragent
und Resident
Die
deutschen Fürsten und die innere Verwaltung ihrer Länder. Die
Bedeutung der Finanzen. Schwierigkeiten der Geldbeschaffung. Verwirrung
im Finanzwesen. Theorien der merkantilistischen Schriftsteller. Leffmann
Behrens von Hannover. Seine Persönlichkeit. Seine Laufbahn als Hof-
und Kammeragent und Bankier. Die französischen Subsidien. Die neunte
Kurwürde und Leffmanns politische Tätigkeit. Legenden um Berend
Lehmann. Vergleich mit Jud Süß. Seine Herkunft. Der Hoffaktor
des Kurfürsten von Sachsen. Die Titel der Hoffaktoren. Der Agent.
Der Resident. Berend Lehmann als sächsischer Resident. August der
Starke. Sein Bündnis mit Berend Lehmann. Der Kampf um die polnische
Königskrone. Berend Lehmann in Polen. Die Königswahl. Der nordische
Krieg. Lehmanns politische Verhandlungen. Berend Lehmann und Moritz von
Sachsen. Samuel Oppenheimer als Gläubiger Österreichs. Finanzielle
Leistungen. Samson Wertheimer. Seine Persönlichkeit. Seine finanziellen
Transaktionen. Der Bankier und Berater der Kaiser. Die Finanztätigkeit
von Emanuel Oppenheimer, Drach, Sinzheim, Reinganum und Hirschel. Wolf
Wertheimers Beziehungen zum bayrischen Staat. Noe Samuel Isaak und Bayern.
Die jüdischen Finanziers in den deutschen Kleinstaaten und in Frankfurt
am Main. Diego und Manuel Teixeira in Hamburg. Ihre geschäftlichen
und persönlichen Beziehungen zu Königin Christine von Schweden.
IV. Der Kabinettsfaktor
Jud
Süß - der erste jüdische politische Typus der neueren
Geschichte. Gestalter der politischen und wirtschaftlichen Struktur eines
Staates. Karl Alexander von Württemberg als serbischer Statthalter.
Regierungsantritt in Württemberg. Die Verfassung des Landes. Die
Stände. Regierungsziele des neuen Herzogs. Oposition der Minister
und Stände. Süß als politischer Berater. Reorganisation
des Regierungswesens. Finanzpolitische Neuerungen. Das Verhältnis
zwischen Karl Alexander und Süß. Intrigen der Beamten und der
Hofgesellschaft. Karl Alexander und die Stände. Die Staatstheorien
von Süß. Versuch der Katholisierung des Landes und der Verfassungsänderung.
Oppenheimers Anteil an den revolutionären Umtrieben. Der Tod Karl
Alexanders. Die Verhaftung von Süß.
V. Der Kommerzienagent
Der
jüdische Wirtschaftsunternehmer. Staatswirtschaft. Merkantilistische
Bestrebungen der Herrscher. Ihr Bündnis mit den Juden. Die Opposition
der christlichen Kaufleute. Der Große Kurfürst und die preußischen
Hoffaktoren. Moses Jacobsons Handelstätigkeit in Memel. Der Luxuswarenhandel
der Hofjuden. Die Handelstätigkeit der Hofjuden in Sachsen. Berend
Lehmann als Kaufmann. Die wirtschaftliche Tätigkeit der Hofjuden
in den deutschen Kleinstaaten und Frankfurt am Main. Die Hofjuden in der
Handelspolitik Friedrichs des Großen. Die Hofjuden als Faktoren
der industriellen Entwicklung. Die Fabriken von Gumperts und Ulff in Berlin.
Die Baumwollmanufakturen der Wulffs. Pinthus Levi aus Rathenow. Veitel
Ephraim und Daniel Itzig als Fabrikanten. Die schlesischen Fabrikanten
Moses Heymann und Daniel Kuh. Joseph Süß Oppenheimer und die
industrielle Erschließung Württembergs. Die Bankunternehmung
der Hofjuden. Die Hofjuden als Träger der Monopole.
VI. Der Münzlieferant
Das
Geld- und Münzwesen im Zeitalter des Absolutismus. Die fiskalische
Geldpolitik der Regierungen. Die Rolle der jüdischen Gold- und Silberlieferanten.
Die österreichischen Münzjuden. Die sächsischen Münzlieferanten.
Moses Benjamin Wulff in Dessau. Joseph Süß Oppenheimer als
Münzunternehmer. Israel Aron und Esther Liebmann in Preußen.
Die Münzunternehmer Friedrichs des Großen. Der Siebenjährige
Krieg und die Münztätigkeit Veitel Ephraims und Daniel Itzigs.
Ihre Erfolge. Ihre Schwierigkeiten. Friedrich der Große als der
alleinige Urheber der preußischen Geldpolitik. Der Reichtum der
Münzpächter. Ihre Verluste. Beurteilung ihrer Tätigkeit.
VII. Der Schtadlan
und Fürsprecher
Die
jüdische Gemeinde. Formen des jüdischen Gemeindelebens. Der
Schtadlan. Der absolutistische Staat und die jüdische Gemeinde. Autorität
und Macht des Schtadlans. Mittler zwischen regierung und Gemeinden. Berend
Levi und die Organisation der preußischen Juden im Westen. Autokratie
der Hofjuden. Jost und Esther Liebmann und die Berliner Gemeinde. Drach
und Kann in Frankfurt. Der Widerstand der Gemeinden gegen die Hofjuden.
Seine Ursachen. Die soziale Struktur der Gemeinden. Schichtung und Gruppen.
Kontroversen zwischen Hofjuden. Berend Levi und Elias Gumperts. Die Familie
Model und Elkan Fraenckel. Versuche der Hofjuden, die jüdische Selbstverwaltung
zu erhalten. Ihre Bestrebungen, die politische, wirtschaftliche und soziale
Lage der Juden zu verbessern. Der Prozess Eisenmenger und Samson Wertheimer.
Die Ausweisung der Juden aus Wien und Manuel Teixeira. Wolf Wertheimer
und die Vertreibung der Juden aus Prag.
VIII. Der Gemeindegründer
und Mäzen
Die
Entstehung neuer städtischer Gemeinden. Die Gründung der Dresdner
Gemeinde durch Berend Lehmann. Die Kasseler Gemeinde und Abraham David.
Die Bedeutung Leffmann Behrens' und Michael Davids für Hannover.
Die Gründung der Bayreuther, Schweriner, Münchner, Stuttgarter
und Ludwigsburger Gemeinden. Die österreichischen Hofjuden und die
Wiener Gemeinde. Halle und Minden. Die Entstehung der Gemeinden von Königsberg
und Breslau. Die Mäzene. Synagogenbauten und Talmudhochschulen. Subvention
der Studierenden. Berend Lehmann und die Neuausgabe des Talmuds. Die hebräische
Druckerei des Moses Benjamin Wulff.
IX. Die Persönlichkeit
des Hofjuden
Die
jüdische Elite. Ihr Lebensstil. Bau von Häusern. Luxus und Pracht.
Religiöse Feierlichkeiten und Familienfeste. Die dualistische Existenz.
Das Zeitalter der Aufklärung und die Juden. Die Epoche des Barock
und die Juden. Charakter von Jud Süß. Das religiöse Empfinden
der Hofjuden. Über die Unmöglichkeit einer Synthese von Judentum
und Zeitgeist. Die geistige und moralische Welt der Hofjuden. Talmud und
Kabbala. Spannungen und Widersprüche.
X. Schicksale
Tyche.
Die Wandelbarkeit des Glücks. Das Schicksal der österreichischen
Hofjuden. Der Untergang von Ruben Hinrichsen, Aron Beer und Moses Kann.
Die Prozesse des Moses Benjamin Wulff. Folter und Gefangenschaft der Enkel
von Leffmann Behrens. Das tragische Geschick Berend Lehmanns und seiner
Söhne. Das Ende des Ruben Elias Gumperts. Der Sturz des Elkan Fraenckel.
Die Hinrichtung von Jud Süß. Der Hofjude als Sinnbild des wirtschaftlichen
Wandels.
Marina Sassenberg
Selma Stern und The Court Jew.
Bemerkungen zur deutschen Erstveröffentlichung
Dank - Editorische
Notiz - Abkürzungen - Auswahlbibliographie - Personenverzeichnis
- Ortsverzeichnis
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